#34 Geschichte der Einpresstechnik
Shownotes
Wie entsteht ein Industriestandard und welche Entscheidungen prägen eine Technologie über Jahrzehnte?
Gemeinsam mit Walter Scharpf reisen Maja Matzke und Tobias Engelberg zu den Ursprüngen der Einpresstechnik. Die Geschichte beginnt mit den ersten PEM® Produkten von PennEngineering® und führt über die Entwicklung des deutschen Marktes bis hin zu den Innovationen, die die Verbindungstechnik bis heute beeinflussen.
Neben technischen Meilensteinen spricht Walter Scharpf über Herausforderungen, Veränderungen und persönliche Erlebnisse aus einer Zeit, in der die Einpresstechnik ihren Weg in die industrielle Fertigung fand. Eine Episode für alle, die nicht nur wissen möchten, wie Einpresstechnik funktioniert, sondern auch, warum sie heute aus vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken ist.
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Moderation: Tobias Engelberg, Maja Matzke Gast: Walter Scharpf Redaktion & Produktionskoordination: Bernhard Krebs Audioproduktion & Technik: Markus Weber
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00:00:06:
00:00:13: Es gibt Folgen, in denen wir ein Produkt erklären und es gibt Folge, in dem wir eine Menschen zuhören, der ein Stück Industriegeschichte mit geschrieben hat.
00:00:21: Heute ist so eine Folge!
00:00:24: Damit herzlich willkommen zum Bossert-Expert Talk Geschichte der Einpresstechnik.
00:00:28: und herzlich Willkommen Maya & Walter Schaaf.
00:00:32: Walter Schauf?
00:00:34: Mehr als vier Jahrzehnte Einprestechnick.
00:00:36: Er hat den Markt nicht nur erlebt, er hat ihn mitgeformt.
00:00:39: Bei König bei KVT heute unter dem Bossertag.
00:00:42: Herzlich willkommen Herr Schaab!
00:00:43: Guten Morgen,
00:00:44: guten Morgen Herr Schaaab.
00:00:45: Herr Schаab, bevor wir über Eindpressmuttern, und kenne es Svanström reden... Wie sind Sie zur Eindpresstechnik gekommen?
00:00:54: Und erinnern sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag?
00:00:58: In der Tat erinnere ich mich sehr gut an diesen ersten Tag.
00:01:02: Es war der erste Februar.
00:01:06: Ich hatte gerade meinen Zivildienst soweit abgeleistet, hatte mich zuvor beworben bei der Firma König GmbH und wurde eingestellt.
00:01:18: Das mich überaus gefreut hatte und habe meine Arbeit damals begonnen.
00:01:24: Damals schon mit dem Vorsatz, vierzig Jahre dabei zu bleiben?
00:01:27: Weiß ich nicht mehr!
00:01:30: Aber von Beginn an im Bereich Eimprestechnik oder?
00:01:33: Oder war das breiter damals?
00:01:35: Nein, es waren eine sehr kleine Firma mit ca.
00:01:38: zehn Mitarbeitern damals und es gab den Hauptbereich des Expander-Dichtstoffens.
00:01:45: Der wurde abgedeckt durch eine Kollegin und im Bereich der Verbindungstechnik hatten wir damals die Einpressbefestiger.
00:01:54: Wir hatten Blinded Muttern bereits im Programm.
00:01:58: Wir hatte Gewinne Einsätze.
00:02:01: Das waren alles Produkte, die ich dann abdecken sollte.
00:02:05: —
00:02:15: — —
00:02:32: Und das war damals einigermaßen innovativ oder?
00:02:35: Das war sehr innovativ, denn es war eben einfach so dass verschiedene Vorteile soweit aufgezeigt werden konnten.
00:02:43: Zum Teil wurden auch Gewinde geschnitten in dickere Bleche was bei dünnblechen nicht oder kaum möglich war.
00:02:51: zum anderen ist es so dass die Einpressmutter die vorgestellt worden ist in seinem gehärteten Stahlzustand eben wirklich auch hohe Gewindefestigkeiten bringen konnte.
00:03:03: In Ihren Notizen, die Sie uns netterweise am zukommen lassen Herr Schapf haben sie noch einige andere Innovationen aufgezählt.
00:03:12: Könnte man da eine rausnehmen und sagen okay, die war noch revolutionärer vielleicht als CCL-Einpressmutter?
00:03:21: Ja mit Sicherheit gibt es mehrere Produkte, die ich hier dazuzählen würde und zwar denke ich an Teile, die die Vorteile der Eindpress-Technik soweit bringen und zusätzlich noch eine andere Funktion entsprechend integriert ist.
00:03:40: Zum Beispiel Snaptop, das ist so ein Teil.
00:03:42: Es ist ein Distanzbefestiger wo ich nicht verschraube sondern wo ich hier im Endbereich des Teiles eben einfach die Clipstechnik mir zur Eigenmache.
00:03:53: also der Befestiger wird eingeklipst einfach Das Teil,
00:03:57: als solches wird in die Grundplatte soweit eingepresst und ich bringe eine zweite Platte entsprechend auf Abstand.
00:04:06: Und klippse diese
00:04:07: ein.".
00:04:09: Sie haben im Jahr twohundzwanzig bei König angefangen?
00:04:12: Wie hat sich dann zu Bosshard gewandelt?
00:04:15: Das war ein langer Weg!
00:04:17: Es war also so dass die Firma König GmbH in Deutschland wurde neunzehnhundertdreiundsiebzig gegründet.
00:04:26: Sie war im Verbund mit dem Headquarter in der Schweiz, in Dietikon.
00:04:30: Wir hatten dann später noch zusätzlich eine Filiale in Österreich.
00:04:36: Daraus wurde dann später etwa zehn Jahre später die Firma KVT umformiert und wir wurden etwas moderner.
00:04:45: Wir haben damals den Ritter als Logo in der Zeit der König GmbH...
00:04:50: Der Ritter stand für?
00:04:53: Keine Ahnung.
00:04:57: Keine ahnung, ich weiß nicht wie man auf den Ritter kam und was die eigentliche Bedeutung war, weiß ich nicht.
00:05:04: Es war halt einfach so dass die König AG in der Schweiz hatte Blech nach Maß entsprechend hergestellt und vielleicht kam es so zu stellen?
00:05:18: Also
00:05:18: die Bleche selber auch eigentlich oder?
00:05:20: Eine Ritterrüstung!
00:05:22: zu schaffen.
00:05:26: Nach der KVT kam dann die Zeit, als uns Bossart entsprechend übernommen hatte im Jahr zwölf und da stehen wir heute.
00:05:37: Und Einprestechnik war immer ein Thema?
00:05:39: Es waren sehr wichtiges Thema!
00:05:41: Im Jahr zweiundachtzig, als ich begonnen hatte, war die Einpreztechnik überhaupt nicht von Bedeutung.
00:05:47: Damals hatten mir im Bereich der Verbindungstechnika Ein komplett separator Bereich im Vergleich zu den Expander-Dichtstöpfen, was das Hauptprodukt der Firma war.
00:05:59: Entsprechend im Eindpressbefestigerbereich kaum Umsätze.
00:06:02: wir waren im Aufbau Wir hatten die Tale vorgestellt dem Markt vorgestellt und es dauerte mehrere Jahre bis wir dann wirklich Fuß fassen konnte.
00:06:15: Penn steht für Penn Engineering and Manufacturing Corporation.
00:06:21: Es ist der weltweite Marktführer im Bereich der Eindpressbefestiger, es ist der Entwickler der Technologie und unser Herstellungspartner.
00:06:32: Wenn man so lange Zeit mit Eindbresstechnik zu tun hat – wenn ich das richtig rausgehört habe quasi den Staat die Implementierung der Technologie auch schon noch mindestens ein Stück weit begleitet oder bevor es Marktstandard wurde.
00:06:48: Wie war das damals und wie haben sich die Kundenanforderungen verändert auch über die Dekaden hinweg in ihrem Fall?
00:06:57: Zum ersten muss ich sagen, wir hatten eine ganz tolle Außendienstmannschaft
00:07:02: d.h.,
00:07:02: wir hatten technische Berater, die eben unsere Befestiger unter anderem die Eindpressbefestiger bei Kunden vorgestellt haben.
00:07:10: Die Vorteile im Vergleich zu anderen Verbindungstechniken so weit erklärt und sind konkret wirklich auch auf Kundenprobleme eingegangen.
00:07:22: Ich selber als Produktmanager war dann entsprechend dafür zuständig, eben einfach die heran Bedingungen soweit zu schaffen, entsprechend Angebote zu unterbreiten und die Projekte entsprechend zu
00:07:36: führen.".
00:07:38: Gibt es heute Anforderungen, die es damals explizit nicht gab?
00:07:42: Ja, es gab eine Reihe von neuen Gegebenheiten mit denen wir uns eben einfach auseinandersetzen mussten.
00:07:49: Die Bleche wurden immer dünner zum Teil kamen harte Bleche entsprechend auf mit den wir uns beschäftigen mussten zb.
00:07:58: edelstahlbleche für die eigentlich damals die einpresst befestiger nicht vorgesehen waren und auch nicht einsetzbar war.
00:08:08: Was haben sie dann unternommen?
00:08:10: Wir haben uns damit auseinandergesetzt in Verbindung mit Hemm, dass wir eben einfach zusätzliche neue Typen so weit geschaffen haben.
00:08:18: Wir haben entsprechend Edelstahlteile auf den Markt gebracht die hartbar waren vom Ausgangsmaterial des Edelsteils und so konnten wir eben auch dieses Problem der fehlenden Harte der Befestiger entsprechend soweit lösen.
00:08:36: Grundsätzlich ist zu sagen, dass eben der Einpressbefestiger härter sein muss als das Grundmaterial.
00:08:41: Weil wir ein Materialfluss bei diesem Eimpressvorgang einleiten.
00:08:46: Das heißt in gewisse Hinterstiche des Befestigers muss das Grund-Material sprich Blech fließen!
00:08:53: Dafür ist die Härte des Befestigers entscheidend.
00:08:57: Sie sind ja schon gelebtes Solutioniering wenn man das so sagen kann oder?
00:09:02: Ja, absolut.
00:09:03: Das ist übrigens ein sehr interessanter Begriff, den es ja eigentlich in der Sprache, in der englischen Sprache gar nicht gibt.
00:09:10: Dieser Begriff wurde kreiert durch die Geschäftsführung von der KVT seinerzeit.
00:09:17: Was bedeutet das für Sie?
00:09:19: Für mich bedeutet dass wir eben als KVt jetzt bossart kein reiner Händler sind und wir sind einerseits der Vertriebspartner Der Firma PEM im Bereich der Eindpress-Befestiger, aber wir sehen uns wirklich als technische Beratung.
00:09:39: Hinzu kommt das Solutioneering entsprechend Problemlösungen bedeutet.
00:09:45: Ich setze mich mit den Schwierigkeiten die ein Kunde mit seiner Anwendung und seiner Konstruktion hat auseinander und versuche die für ihn beste Lösungsmöglichkeit zu erbringen.
00:09:58: Innerhalb der Eindepresstechnik natürlich!
00:10:01: Ja, wobei wir aber auch breiter denken.
00:10:04: Das heißt Einpress-Befestiger sind absolut ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Portfolios.
00:10:10: Aber es gibt auch entsprechende Bereiche, wo eben die Einpresstechnik nicht die bessere ist zum Beispiel in Profile.
00:10:20: hätten wir hier unsere Grenzen gesetzt bekommen und gehen auf Blindneed Muttern Eisbeispiel.
00:10:26: Ich wollte sie nur hochnehmen
00:10:29: Sie sehen wie offen ich bin, die andere
00:10:31: Teilen.
00:10:32: Absolut!
00:10:34: Sie haben vorhin den Außendienst angesprochen und da würde mich noch interessieren... ...wie war das eigentlich so?
00:10:38: Weil das ist ja schon ein krasser Kontrast zu heute.
00:10:40: oder heute ist das Smartphone allgegenwärtig, E-Mail, Handy verfügbarkeit.
00:10:47: Wie war das als sie gestartet haben damals?
00:10:51: Damals war der Austausch nicht so häufig wie es heutzutage aufgrund der Möglichkeiten ist Aber der Austausch war, wenn er da war sehr intensiv.
00:11:04: Das heißt wir hatten bei Projektarbeit wirklich klare Wege soweit entsprechend uns selber vorgegeben und sind dann Hand in Hand wirklich in die Projekte reingegangen mit all den Schwierigkeiten.
00:11:18: es gab kein Mobiltelefon das ist richtig.
00:11:22: aber auch damals war es möglich wirklich Projektarbeit gezielt durchzuführen.
00:11:28: Für Sie war dann das Fax festes Arbeitsmittel, oder?
00:11:31: Das Fax kam in den neutiger Jahren und war für mich eines der größten Revolutionen die ich in meiner Arbeitswelt gesehen habe.
00:11:39: Ich war unendlich dankbar für dieses neue Medium denn es war auf einmal möglich mit den Kollegen von Pam in den USA zu kommunizieren.
00:11:49: Das heißt, Zeichnungen zu übermitteln, Ideen aufzuzeichnen und innerhalb kürzester Zeit wirklich einen Austausch anzustoßen.
00:11:58: Wie ging das vorher dann per Brief?
00:12:00: Das
00:12:00: ging mit Brief oder mit Telex.
00:12:02: Telex konnte damals keine Zeichnung übermittelt.
00:12:06: D.h.,
00:12:07: damals war eben nur Schriftverkehr über Telex möglich und Zeichningen wurden mit Briefpost übermittlet.
00:12:14: Ja, Zeichnungen nur mir als Textübermitteln stelle ich mir herausfordernd vor.
00:12:19: Meine persönliche Erfahrung beschränkt sich allerdings auf das eine oder andere Gruppenspiel so still postmäßig – dass ist glaube ich einigermaßen herausfordernder.
00:12:29: Das ist es!
00:12:31: Und was war die nächste große Revolution nach dem Faxgerät?
00:12:35: E-mail!
00:12:36: Absolut!
00:12:37: E-Mail!
00:12:37: War noch ne Weiterentwicklung.
00:12:40: Unendliche Gespräche, Diskussionen und so weiter konnten reduziert werden.
00:12:44: Und kurz und knapp und innerhalb kürzester Zeit waren Austausch möglich.
00:12:48: Das war die zweite Revolution!
00:12:51: Wann wurde das für Sie aktuell?
00:12:52: also Arbeitsalltag?
00:12:54: Das war in den zweitausender Jahren und war wirklich erhebliche Erleichterung.
00:12:59: Gibt es noch weitere Dinge wo sie sagen, dass hat mein Arbeitsleben nochmal revolutioniert?
00:13:07: Ja, auf jeden Fall.
00:13:08: die Einführung des Internets Mitte der nineteenhundert neunziger Jahre war für mich der allergrößte Einschnitt.
00:13:16: Auf einmal war es eben möglich Datenaustausch noch schneller vornehmen zu können selbst zu recherchieren und das relativ schnell machen zu können.
00:13:26: dann gab's die drei D Daten Zeichnungsausstellungen.
00:13:31: wir konnten Dreidä-Datenzeichnungen für unsere Teile ins Internet auf unserer Website einstellen und so einfach dem Kunden noch zusätzlich schnellen Service bieten, um Detailinformation zu unseren Zeilen zu bekommen.
00:13:48: Was mich auch sehr beeindruckt hat war über all die Jahre unsere Messeauftritte, die wir gehabt haben sei es auf der Hannover-Messe, auf der Euroblech eine Plattform eben einfach unsere Teile wirklich hervorzuheben und ein großes Kundenglientel anzusprechen.
00:14:13: Wir waren auf der Hannover-Messe?
00:14:15: Oh ja, absolut!
00:14:17: Das war die wichtigste Messe also für König insgesamt.
00:14:21: Okay.
00:14:23: Das war aber vor allem der Expandor, den hier wirklich promotet worden ist.
00:14:28: Und was waren Ihre Highlights in der Eimpresstechnik?
00:14:31: Von der Anwendungstechnik war sicher der Airbag wirklich ein absolutes Highlight, weil es für uns ungern die Möglichkeiten eröffnete.
00:14:41: Nicht nur von der Anwindung als solches, weil das hoch interessant war einen Insassen-Schutz entsprechend zu haben im Auto sondern auch daran beteiligt zu sein und entsprechend Lösungen für die Automobilkunden so weit zu erreichen.
00:15:00: Das Weiteren war die Solartechnik für mich ein absolutes Highlight als die Wechselrichter auf den Marktgrammen und wir eben einfach auch Möglichkeiten für unsere Einbrestechnik gesehen haben.
00:15:14: Gibt es für Sie auch noch Veränderungen jenseits des Produktportfolios?
00:15:19: Also was ist heute üblich, was am Beginn vielleicht nicht so da war?
00:15:28: Wir haben vor zwanzig Jahren bereits gesehen, dass es wichtig ist für einen Kunden alles aus einer Hand zu bekommen.
00:15:35: Das heißt der Ansprechpartner für das Produkt zu sein und auch die Installation des Produkts.
00:15:41: Damals hatten wir dann den Begriff System Cell so weit kreiert um zusätzlich die Bedeutung der Eindpressgeräte, die wir für den Einsatz unserer Teile angeboten hatten noch zusätzlich herauszustreichen.
00:15:57: Wir haben sehr viel Geld investiert in den Maschinenbereich und auch auf die Anforderungen der Kunden, die sich gewandelt haben entsprechend gezielt eingehen zu können.
00:16:10: So waren es nicht nur manuelle Pressen mit denen wir uns befasst haben und dem Kunden angeboten haben sondern auch wir sind im Bereich dazu für Technik eingestiegen.
00:16:21: das heißt wir haben halb Automaten soweit in Verbindung entsprechend entwickelt und den Kunden angeboten.
00:16:31: Mittlerweile ist es so, dass diese Halbautomaten auch in Verbindung mit Roboteranbindungen gibt, sodass wir auf vollautomatische Systeme gehen können.
00:16:42: Seit wann gibt's diese Automaten?
00:16:44: Beziehungsweise wie lange wurden eigentlich die Sachen manuell verpresst?
00:16:50: den Halbautomaten der ersten Generation, die Pemser der Serie Tausend Mitte der neunsten Hundertachzigerjahre soweit auf den Markt gebracht.
00:17:00: Ein weiterer Aspekt unseres Systems Cell-Gedankens ist das wir vor ca.
00:17:07: zehn Jahren gesehen haben dass wir im Bereich der Folgeverbundverarbeitung auch Ansätze haben dass uns Kunden im Bereich der Automobilindustrie soweit gefragt hatten, inwieweit wir hier etwas anbieten können.
00:17:21: Wir sind dann mit unserem Indy-System auf den Markt gekommen das heißt es ist ein Zuführsystem mit Installationswerkzeugen für den Einsatz im Folge verbunden.
00:17:35: Sie haben vorhin die Übernahme von KVT durch Bossard als einen großen Meilenstand auch beschrieben.
00:17:41: Können Sie noch mal da sagen, was hat sich dafür für sie nochmal geändert?
00:17:46: Zum einen muss ich vorausschicken dass mich Bossard unglaublich beeindruckt hat über den Erfolg denn diese Firma über all die Jahre gehabt hat und über die zusätzlichen Möglichkeiten auch für unser Haus.
00:18:02: über den Anschluss an Bossard hat sich eben einfach gezeigt das wir jetzt diesen System Cell geht ganken weiter prägen können über die Logistiklösung, die wir jetzt entsprechend anbieten können.
00:18:16: Also das Ganze nochmal auf das nächste Level gehoben sozusagen?
00:18:19: Ja!
00:18:21: Was war Ihnen in all den Jahren in Ihrer Tätigkeit am wichtigsten?
00:18:27: Für mich war es wichtig dass wir eben den Kunden im Blickfeld haben d.h.
00:18:32: Kundenorientierung und vor allem auch Kundenzufriedenheit waren mir selber wichtig dem Kunden zuzuhören, auf seine Probleme einzugehen und vor allem das Produkt auch bereitzustellen.
00:18:45: Das heißt Verfügbarkeit – Teileverfügbarkeit ist ein hohes Gut!
00:18:50: Unsere Firma hat sehr viel Geld investiert in ein breites Lager und das war absolut wichtig.
00:18:58: Gibt es auch Sachen wo Sie sagen dass vermisse ich ein bisschen oder das war früher besser?
00:19:04: Was früher der Fall war, war dass das Wort zählt und ein Handschlag entsprechend Bedeutung hat.
00:19:12: Ich glaube es hat abgenommen in der jüngsten Zeit – das bedauere ich sehr!
00:19:18: Das stimmt.
00:19:19: Diese Unverbindlichkeit, das war früher anders.
00:19:23: Welche Hürden gab es in der Zeit zu bewältigen?
00:19:28: Eine der Hürden, die ich besonders gesehen habe war die Abwanderung und Verlagerung von Blechverarbeitungen in die Ostländer Europas Anfang der nineteenhundert neunziger Jahre.
00:19:41: Das hat uns damals als KVT in Deutschland wirklich hart getroffen aber damit mussten wir uns wirklich auseinandersetzen hinzukommen.
00:19:50: Wir hatten auch andere Schwierigkeiten wie zum Beispiel zwei tausend eins Als es eine weltweite Wirtschaftskrise gab.
00:19:58: Da hatten wir entsprechend eine Delle, weil eben einfach wirklich Kundenbedarfe eingebrochen sind.
00:20:04: Jeder erinnert sich noch an die weltweite Finanzkrise im Jahr two-tausendneuen was ebenfalls ein krasser Einschnitt war und nicht zu vergessen Corona als das zwei tausendzwanzig begann.
00:20:21: Das hat uns alle hart getroffen, hat die Arbeitswelt auch entsprechend verändert.
00:20:25: Zum Beispiel über die Einführung des Homeoffices... ...über die Einführung von Telefonkonferenzen – das war ebenfalls ein Einschnitt!
00:20:35: Auch ein krasser Innovationstreiber?
00:20:37: Oder?
00:20:38: Ich glaube vor Corona waren Teams nicht so etabliert.
00:20:41: oder haben wir es falsch in der Änderung?
00:20:42: Ok,
00:20:43: Teams als Innovation!
00:20:45: Definitiv!
00:20:46: Ich meine davor hatten wir Skype…
00:20:49: Davor war es kreib.
00:20:50: Ah, so meinst du?
00:20:52: Ich dachte ...
00:20:53: Aber das hat schon noch mal krass beschleunigt.
00:20:54: einfach von der ... Wird
00:20:56: vom persönlichen weg.
00:20:58: Von der Digitalisierung her.
00:21:01: Okay Herr Scharpf, letzte Frage!
00:21:04: Wenn Sie heute nochmal anfangen würden, Würden sie was anders machen?
00:21:07: Nein ich würde genau denselben Weg wiedergehen wenn ich die Möglichkeit dazu hätte.
00:21:13: ja Ich bereue überhaupt nicht, dass ich im Bereich der Verbindungstechnik bin.
00:21:18: Obwohl vielleicht mancher sagt ja die Produkte wären langweilig – ich finde es keineswegs!
00:21:25: Das ist schön zu hören.
00:21:26: Vielen Dank Herr Scharpf fürs Vorbeikommen.
00:21:29: Vielen dank für mehr als vier Dekaden Einpresstechnika.
00:21:33: Es hat mir großen Spaß gemacht Ihnen zuzuhören und es ist immer eine Freude zu hören wie Die Dekaden sich auch verändert haben, welche Innovationen es gab, welche Herausforderungen.
00:21:45: Weil das ist glaube ich auch was man schnell vergisst.
00:21:49: Viele Sachen sind doch einfach nicht selbstverständlich.
00:21:52: Vielen Dank!
00:21:53: Es war mir eine große Freude.
00:21:55: Ja vielen dank für Ihren Besuch.
00:21:57: Tschüss Servus bis zum nächsten Mal.
00:21:59: Ciao.
00:22:01: Wissen?
00:22:02: Was verbindet's?
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